Behandlungsbereiche

Interdisziplinäre Zusammenarbeit – z. B. mit Phoniatrien, Pädaudiologen, HNO-Ärzten, Pädiatern, Kieferorthopäden, Neurologen, Psychiatern, Psychotherapeuten, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Motopäden, Kindergärten und Schulen und dem Jugendamt – gehört zu meiner klientenzentrierten, verantwortungsvollen Haltung, in der ich das Umfeld ebenfalls mit einbeziehe.

Hausbesuche innerhalb und auch außerhalb des Forums gehören ebenfalls zu meinem Leistungsangebot.

Als hervorragendes, objektives und standardisiertes diagnostisches Instrument führe ich Stimmfeldmessungen in enger Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten und Phoniatern durch. Diese Diagnostikmethode können nur wenige Logopäden anwenden und wird aus diesem Grund in logopädischen Praxen selten angeboten. Die von mir verwendete Software wird kontinuierlich durch regelmäßige Updates aktualisiert werden. (Das Funktionieren der Stimmfeldmessungen wird an andere Stelle genauer erklärt).

Zusätzlich behandle ich Kinder, die eine spezifische Therapie bei AVWS, CI oder anderen Hörstörungen benötigen, worauf nur wenige Logopäden spezialisiert sind. Aufgrund der zeitlich begrenzten Hörbahnreifung ist eine schnelle therapeutische Intervention die einzige Chance der betroffenen Kinder. Lange Wartezeiten würden einen Therapieerfolg wesentlich mindern und sogar unmöglich machen. Unter anderem setze ich bei Hör- und Wahrnehmungsstörungen sowie LRS (Lese-Rechtschreibstörung) das Hörtrainingsprogramm ein.

Des Weiteren biete ich Sprachtherapien speziell für Menschen mit geistiger Behinderung an, auch unter Einbeziehen der Gebärden-unterstützten Kommunikation.

Menschen mit Aphasien sind in Deutschland generell stark unterversorgt, lediglich 41% werden therapeutisch behandelt. Von diesen wiederum werden die meisten oftmals nur 1x wöchentlich therapiert, obwohl empirische Studien aus Amerika belegen, dass Aphasiker mindestens 3x wöchentlich Therapie erhalten müssten, damit nicht betroffene Hirnareale die Funktion der zerstörten Hirnbereiche übernehmen können. In meiner Praxis kann ich sämtliche Klienten mit Aphasie aus dem Betreuten Wohnen bei Bedarf sofort therapeutisch umfänglich versorgen. Dies gilt auch für die weiteren neurologischen Störungsbilder – besonders Fazialisparesen, Dysphagien, Dysarthrien-, die im Betreuten Wohnen ebenfalls therapiebedürftig werden.

Eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen ist mir sehr wichtig, denn hier fallen die Kinder auf und die betreuenden Personen brauchen hilfreiche Adressen, an die sie sich bei auftretenden Problemen wenden können. Deshalb biete ich zum einen Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für ErzieherInnen und Lehrkräfte an, damit sie Sprachauffälligkeiten aufdecken können, wo dies im Elternhaus evtl. nicht bemerkt wird. Zum anderen biete ich eine Anlaufstelle für logopädische Behandlungen in unmittelbarer Nähe an, an die die Eltern verwiesen werden können, wenn ihre Kinder Sprachtherapie benötigen. Auch in Schulen kommt es immer wieder vor, dass Kinder starke Sprachprobleme – besonders im prosodischen und phonologischen Bereich – aufweisen, die bisher nicht aufgefallen sind bzw. bisher nicht behandelt wurden. Häufig treten diese erst beim Schriftspracherwerb in Erscheinung. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen in dem Bereich Schriftspracherwerb und in der Kooperation mit Grundschulen kann ich auch den Schulen kompetente Unterstützung und logopädische Versorgung dieser Kinder anbieten.

Außerdem erteilen wir in der Praxis Unterricht in Deutsch als Fremdsprache für Kinder und Erwachsene und bereiten Kinder mit und ohne Behinderungen auf das 1. Schuljahr vor.

Es ist mir zudem ein besonderes Anliegen, angehenden Logopäden die Möglichkeit eines Praktikums anzubieten und diese verantwortungsvoll dabei zu begleiten und zu supervidieren.

Als Fachtherapeut für Sprachförderung biete ich Fortbildungen für ErzieherInnen bzw. PädagogInnen und Pflegepersonal an. Mögliche Themen hierfür sind:

  • Umgang mit neurologischen Schluckstörungen
  • Prosodieerwerbsstörungen/ Phonologische Bewusstheit
  • Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen, die häufig im Zusammen-hang mit einer LRS wie auch mit Konzentrations- und Lernstörungen einhergehen.

In den letzten Jahren nehmen letztgenannte Störungen kontinuierlich zu und äußern sich häufig in Form von Verhaltensauffälligkeiten. Sie werden oftmals zu spät von Lehrern der Grundschule bemerkt. Die betroffenen Kinder haben große Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache, zeigen eine zunehmend auffällige, nicht altersgemäße Frustrationstoleranz bei Aufgabenstellungen, die mit Schriftsprache und/oder Lesen im Zusammenhang stehen und reagieren darauf individuell unterschiedlich. Entweder ziehen sie sich bei Aufgabenstellungen total zurück – besonders in Räumen mit erhöhtem Schallpegel und Arbeiten in Kleingruppen – oder stören den Unterricht durch aggressives Verhalten. Ohne die Wahrnehmung einer adäquaten Therapiemethode durch einen Fachtherapeuten werden diese Kinder nicht nur in der Schule, sondern auch in ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld scheitern. Damit die Ursache bei den betroffenen Kindern mit einer Lese-Rechtschreibstörung, die zunehmend in einer Auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung begründet liegt, früher erkannt und behandelt werden können, brauchen ErzieherInnen und PädagogInnen Kenntnisse und Parameter, die auf eine AVWS hindeuten.

Weitere Themen können gerne individuell abgesprochen und den Wünschen entsprechend behandelt werden. Das Forum Herrenhäuser Markt stellt für Fortbildungen Seminarräume direkt neben meiner Praxis zur Verfügung. Zudem biete ich präventive Maßnahmen zur Vorbeugung von Stimmstörungen in Sprech- und Sängerberufen an, in denen die Sprech- und/oder Singstimme stark belastet werden.